Infobrief Erneuerbare Energien & E-Mobilität – September 2017

Die Immobilie ist Kraftwerk und Treibstoff für Fahrzeuge

Spricht man von Elektromobilität spielt zwangsläufig die Herkunft und Herstellung des Stromes eine wichtige Rolle. Denn der verwendete Strom ist ausschlaggebend wie sauber und klimafreundlich die Mobilität ist die Energiebilanz ausfallen wird.

Der Königsweg um Elektrofahrzeuge mit sauberem Strom zu betrieben, ist den Strom selbst zu produzieren. Photovoltaik ist das Erdöl der Zukunft. Aus den vorhandenen erneuerbaren Quellen Sonne und Wind kann lokal, nachhaltig und vor allem nachvollziehbar Strom produziert werden. Vor allem die Solartechnik mit Dach- und Fassadenelemente bietet hohes Potenzial, welches bei einem Neubau oder einer Renovation verhältnismässig einfach realisiert werden kann. Und dann stammt der Strom zum Fahren aus eigener Produktion.

Abhängig von den gegebenen Möglichkeiten der Immobilie, des Objektes oder der Überbauung wird die Leistung der Anlage definiert. Daraus leitet sich die Verwendung des selbst produzierten Stromes ab, Eigennutzung, Zwischenspeicherung oder Einspeisung ins lokale Versorgungsnetz. Abhängig vom Ausbaustandard der örtlichen Elektrizitätsversorger sind immer mehr Installationen in Rahmen von Smart Grid in der Lage als Teil des engmaschigen Versorgungsnetzes die Fahrzeug-Akkus ähnlich wie die Pumpspeicherseen als Speicher zu nutzen.

 

Elektrofahrzeuge mit bidirektionalem Laden
Immer mehr Elektrofahrzeuge verfügen über bidirektionale Ladenfunktionen. So kann Strom, der in das Fahrzeug eingespeist wurde, kann jederzeit und überall wieder entnommen werden. Beispielsweise um unterwegs ab dem Elektroauto strombetriebene Geräte zu betreiben. Besonders für Immobilienbesitzer mit Solaranlage ist diese Funktionalität interessant, da sie Immobilie und Mobilität verbindet. Der überschüssige Strom, der bisher oft ungenutzt blieb, wird in den Batterien gespeichert. Bei Bedarf kann man dann Strom wieder ins Gebäudenetz zurückspeisen werden. Die bidirektionale Ladestation bildet die Schnittstelle zur Umwandlung des Gleichstroms aus dem Auto in Wechselstrom. Vor allem in Japan ist dieses System jetzt schon sehr verbreitet.

 

Immobilien und Wohnungen mit E-Auto
Elektroautos tauchen immer öfter auch in Immobilien- und Wohnungsangeboten auf. Besonders bei Objekten und Anlagen, die konsequent nach zukunftsgerichteten und energiebewussten Kriterien konzipiert sind gehören Lademöglichkeiten, selbst produzierter Strom und sogar Pool-Elektrofahrzeuge für die Bewohner zum Angebot. In der Wohnanlage Bommert in Widnau im Sankt Galler Rheintal teilen sich 63 Mietwohnungen ein Elektroauto. Wie das Beispiel der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Vitasana zeigt sind E-Autos auch im genossenschaftlichen Siedlungsbau nicht mehr wegzudenken. Die Verwaltung setzte ein E-Auto ein, verfügt über eine Ladestation und vermietet das Fahrzeug ausserhalb der Geschäftszeiten den Mietern oder Carpool Nutzern. Oder in der kürzlich fertigstellten Wohnüberbauung Birchwald in Bonstetten stehen für die 40 Wohnungen 6 Parkplätze mit abschliessbarer Ladestation und eigenem Stromzähler für Elektroautos zur Verfügung.

 

Elektroautos

Opel Ampera-e – rein elektrisch, 520 Kilometer Normreichweite

 

Volvo XC90 Twin Engine – Plug-In Hybrid: Benzin- und E-Motor, Reichweite 50 Kilometer rein elektrisch danach übernimmt automatisch der Benzinmotor

 

 

Redaktion mobil360