Olympiade 2020 für Toyota die grosse Wasserstoff-Offensive

 

 

 

  • Über 6000 Wasserstoff-Autos und – Busse
  • Olympiadorf wird zur Wasserstoffsiedlung
  • Bauprojekt für weltgrösste Wasserstoff-Produktionsanlage

 

Anlässlich der nächsten Olympischen Sommerspiele vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 in Tokio soll auch Japans grösster Automobilkonzern eine bedeutende Rolle spielen. Dabei soll Wasserstoff als Energieträger im Mittelpunkt stehen. Mehr als 100 Brennstoffzellenbusse werden zu den Spielen im Nahverkehr der japanischen Metropole im Einsatz sein. Zusätzlich wird den Athleten, Funktionären, VIPs und Gästen eine Flotte von 6000 Limousinen zur Verfügung stehen, die ihre elektrische Energie aus Brennstoffzellen beziehen, die aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom produzieren.

 

 

Wasserstoff soll dabei nicht nur dem Strassenverkehr vorbehalten bleiben. Die Regierung und Wirtschaft in Japan arbeiten am Aufbau einer Wasserstoffgesellschaft. So soll zu Beispiel nach Abschluss der Olympischen und der Paraolympischen Spiele das Olympische Dorf der Athleten bis 2024 in 5650 Wohnungen umgewandelt werden. Dort werden Hydrogen-Stationen eingerichtet, mit denen nicht nur Fahrzeuge mit Wasserstoff versorgt werden, sondern auch das ganze Viertel, indem der Wasserstoff über Pipelines geliefert wird.

In der Präfektur Fukushima wird in Kürze ein Bauprojekt für die grösste Wasserstoff-Produktionsanlage der Welt in Angriff genommen. In Zusammenarbeit von Firmen wie Toshiba, Tohoku-Electric, Iwatani und der NEDO (New Energy and Industrial Technology Development Organization) werden bei Fertigstellung der Anlage jährlich 900 Tonnen Wasserstoff mit Solarstrom hergestellt; womit man rund 10 000 Brennstoffzellenautos ein Jahr lang betreiben könnte. Gleichzeitig sollen in Japan für den Verkehr innerhalb der kommenden Jahre 160 Wasserstofftankstellen entstehen, deren Zahl sich bis 2025 noch einmal verdoppeln soll.

 

© 2018 – Redaktion mobil360