Schweizer Entwicklung bringt Photovoltaik und Denkmalschutz zusammen

 

 

  • Photovoltaik und Denkmalschutz jetzt möglich
  • Mit PERC-Silizium-Zellen ausgestatteten Module
  • Mögliche Leistung: 120 Watt/m2

 

Das in der Schweiz entwickelte Produkt Solar Terra verbindet erstmals Photovoltaik und Denkmalschutz. Somit eröffnen sich Restaurations- und Umbauprojekte neue Möglichkeiten. Für die Realisation der Anlage haben das Forschungszentrum CSEM aus Neuenburg, der belgische Modulhersteller Issol (Niederlassung in der Schweiz) sowie der Photovoltaikspezialist Solstis aus Lausanne zusammengearbeitet. Auf dem denkmalgeschützten Bauernhaus in Ecuvillens wurde ein 26.55 kW Photovoltaikdach installiert.

Das ziegelrote Photovoltaikdach im denkmalgeschützten freiburgischen Dorf Ecuvillens ist eine Premiere: Die Vordergläser der Glas-Glas-Silizium-Module wurden mit Siebdruck terrakottafarben eingefärbt, so dass sich auch der Denkmalschutz über das Photovoltaikdach des 1859 erbauten Bauernhauses freut. In erster Linie sei das neue Produkt eine wetterfeste und ästhetische Dachhaut, die darüber hinaus auch noch Strom produziert. Das Frontglas wurde übrigens entspiegelt, um störende Effekte zu verhindern.

Die Leistung der mit PERC-Silizium-Zellen ausgestatteten Module beträgt 120 Watt/m2. Sie sind ohne Rahmen in den Massen 51.0cm x 148.1 cm erhältlich, mit Rahmen betragen die Masse 54.2 cm x 153 cm. Auf Wunsch sind auch andere Masse erhältlich. Zudem sind für Randzonen auch sogenannte Dummy-Module verfügbar.

Mit rund 400 Franken pro Quadratmeter sind die Module gleich teuer wie herkömmliche Module. Allerdings lassen sie sich aufgrund des tieferen Wirkungsgrads nicht direkt mit herkömmlichen Modulen vergleichen. Und es handelt sich um ein Produkt, das vor allem bei speziellen Projekten eingesetzt wird. Das CSEM weist auf einen Wirkungsgradverlust von 20 % hin, der gemäss Spezialisten bis zu 30 bis 40 %. Da die Module die Energie auf einem bestehenden Dach mit vorhandenem Sonnenlicht beziehen, sind sie für eine Energieversorgung mit möglichst zeitgleicher Produktion und Verbrauch sinnvoll oder mit lokalen Speichermöglichkeiten.

 


„Ich habe bereits auf meinem neuen Betriebsgebäude ausserhalb des Dorfes eine Photovoltaikanlage, nun bin ich sehr stolz, dass auch das Dach unseres denkmalgeschützten Bauernhauses Solarstrom produziert“
Alexandre Galley, Landwirt und Bauherr

„In der Schweiz wird die Ästhetik hoch gehalten. Das ist auch gut so, denn wir sind ein kleines Land und haben auf unseren Dächern genug Platz. Mit Solar-Terra haben wir jetzt auch für denkmalgeschützte Häuser oder Gebäudebesitzer, die eine hohe ästhetische Qualität wünschen, ein schönes Produkt zur Hand.“
Christophe Ballif, Direktor CSEM

„Die Farbe der Module ist absichtlich kein frisches Terrakotta, sondern enthält auch noch etwas schwarz, um den Alterungsprozess von Ziegeln nachzuahmen. Denn auch Ziegel auf einem Dach sind ja nur zu Beginn leuchtend rot, Wir wollen mit Solar-Terra einen Nischenmarkt bedienen.“
Laurent Quittre, Präsident des Verwaltungsrats von Issol Schweiz


 

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